Endlich ein Lebenszeichen! :)

Sorry, für den späten Blogeintrag! Es ist schon eine ganze Weile her, seitdem ich nach Ghana geflogen bin. Ich wollte schon früher schreiben, aber es gab Probleme mit meinem Laptop. Irgendwie konnte ich keine Internetverbindung herstellen. Doch jetzt hat es endlich geklappt :)


Vor 9 Wochen bin ich in den Flieger gestiegen ohne genau zu wissen, was mich erwarten wird. Trotz der vielen Vorbereitung in Deutschland war ich super aufgeregt! Wie wird mein Leben in Ghana aussehen? Werde ich mich mit meiner Gastfamilie verstehen? Wie wird die Arbeit im Projekt? Werde ich mit der Hitze zurecht kommen? Werde ich das Essen mögen und überhaupt essen können, da ich so Schärfe empfindlich bin? Fragen über Fragen... Ich habe mir ganz umsonst Sorgen gemacht. Ghana ist schon ziemlich anders als Deutschland, aber ich liebe es hier! Aber alles nach der Reihe...


Ich bin zusammen mit 7 anderen Freiwilligen nach Ghana geflogen. Wir sind abends in Accra angekommen und es hat ziemlich lange gedauert, bis wir durch alle Kontrollen durch waren und den Flughafen verlassen konnten. Wir wurden von Mitarbeitern von AFS Ghana abgeholt und zu einem Haus gefahren, in dem unser On Arrival Camp stattfand. Die meiste Zeit hatten wir Einheiten über Kommunikation, kulturelle Unterschiede, unsere Gastfamilie etc. Wir bekamen unsere ghanaischen Simkarten und probierten schon einige ghanaische Gerichte, wie yam oder fried plantain. Wir hatten sogar eine Twi Stunde. Twi ist die Sprache, die rund 80 % der Ghanaer sprechen oder zumindest verstehen können. Es gibt aber noch sehr viele andere ghanaische Sprachen, wie Ga oder Fanti. Während den Pausen konnten wir ein wenig raus gehen und uns die Umgebung anschauen. Wir liefen durch die Straßen und waren DIE Attraktion. Alle haben uns angeschaut als wir die Straßen entlang liefen. Gerade die Kinder waren sehr begeistert von uns. Sie liefen uns hinterher und riefen "Obruni", was so viel wie "Weißer" heißt. Wir hatten teilweise ca. 20 Kinder hinter uns herlaufen.

Am Montag war es dann so weit. Vormittags haben wir unsere non-citizen card beantragt und nachmittags ging es dann endlich in unsere Gastfamilien.


Die Tage beim On Arrival wirkten irgendwie surreal. Es war immer noch schwer zu glauben, dass ich wirklich in Ghana war und hier die nächsten 11 Monaten leben sollte. Dies hat sich inzwischen gelegt. Ich habe mich gut eingelebt und fühle mich auch schon zu hause. Auch wenn es immer noch Momente gibt, die mich überraschen. Anfangs habe ich mich schon ein paar mal gefragt, was ich mir eigentlich dabei gedacht habe, für ein Jahr nach Ghana zu gehen. In den ersten Tagen wirkte vieles unorganisiert und chaotisch. Bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch, dass ein System dahinter steckt; es ist nur ein anderes als unser deutsches. Dadurch, dass ich die Strukturen noch nicht kannte/kenne, war/ist vieles schwierig und überfordernd, aber gleichzeitig super aufregend! Schon allein der Weg zu meinem Projekt überforderte mich die ersten Tage und war jedes Mal ein großes Abenteuer.
Was gibt es noch fürs erste zu erzählen? Das Wetter ist heiß und die Sonne scheint den ganzen Tag. Als wir angekommen sind war gerade "Hamatan". Dies ist ein kalter Nordwind aus der Sahara, der alles "abkühlt". Jetzt im Moment ist es schon wärmer geworden und die Sonne knallt teilweise ganz schön. Ohne Ventilator ist es teilweise in manchen Räumen nicht auszuhalten. Wenn es mal wieder "light off" (Stromausfall) gibt, ist es ziemlich schwierig nachts zu schlafen, weil es einfach so warm ist. Light off gibt es ab und zu mal für ein paar Stunden. Das ist hier nicht besonderes.

 

Das war es jetzt für das erste. Ich muss nun meine Wäsche waschen und meiner mom beim kochen helfen.

 

Ich melde mich bald wieder :)

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